| Spargelanbau
bio?? - logisch!!!
Unser Betrieb „Spargel Renner“ in Böbingen in
der Südpfalz, zwischen Edenkoben und Speyer, betreibt seit
1985 Spargelanbau. Mit kleinen Flächen, die konventionell bewirtschaftet
wurden, fing alles an. Heute bauen wir ca. 9 ha weißen Spargel
und Grünspargel nach den Richtlinien des ökologischen
Landbaus an.
Die Erkenntnis, dass massive Eingriffe in den Naturhaushalt durch
den Einsatz chemischer Gifte und Düngemittel den Bauern letztendlich
zur Geisel der Agrarchemie machen, hat uns dazu veranlasst, 2001
den Betrieb auf die ökologische Anbauweise umzustellen.
Denn Biobetriebe haben seit Jahren bewiesen, dass der Anbau des
edlen Gemüses durchaus auch ohne den massiven und ständig
steigenden Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln möglich
ist.
Im Biobetrieb steht die Wiederherstellung der natürlichen
Bodenfruchtbarkeit als Grundlage für das Wachstum gesunder
und widerstandsfähiger Pflanzen im Vordergrund. Die Flächen
zwischen den Spargelreihen werden mit Gründüngungspflanzen
angesät, die natürlichen Beikräuter werden mechanisch
oder von Hand in Schach gehalten. Dadurch sind Bodenlockerung und
Belüftung gegeben, die für den Aufbau eines vielseitigen
Bodenlebens sorgen. Leben zerstörende Unkrautvernichtungsmittel
werden ersetzt durch intelligentes Know How.
Anstatt immer mehr Spargelpflanzen auf ein Hektar zu setzen, reduziert
der Biobauer die Pflanzenzahl, bietet dadurch mehr Luft, mehr Licht,
mehr Lebensraum für die Pflanzen und kann die chemische Keule
gegen Pilzkrankheiten durch Pflanzenstärkungsmittel natürlicher
Herkunft austauschen.
Allein gegen tierische Schädlinge in Junganlagen muss im Notfall
auf ein organisches Präparat des Neem Baumes zurückgegriffen
werden, um die jungen Triebe zu schützen. In widerstandsfähigen
Ertragsanlagen werden keine Maßnahen gegen Insekten ergriffen,
dadurch baut sich eine artenreiche Insektengemeinschaft auf, die
ohne den Einsatz todbringender Chemikalien auskommt.
Großväterliches Wissen und Denken ist für uns kein
Schritt zurück, sondern ein Lösungsansatz für die
Misere in der Landwirtschaft. Die Abhängigkeit von Chemiekonzernen
und deren Handlangern wird eingetauscht gegen ein verantwortungsvolles
Handeln mit und für die Natur. Der Lohn der Arbeit sind unabhängige
Betriebe und hochwertige Nahrungsmittel, die strengeren Kontrollen
unterliegen, als es die konventionelle Landwirtschaft jemals zulassen
wird.
Der Biobauer beobachtet die Natur, lernt von ihr und muss Misserträge
und Ernteausfälle hinnehmen. Der Respekt vor der Schöpfung
lehrt uns Dinge zu nehmen, wie sie sind. Die moderne Landwirtschaft,
die mit ihrem Chemielatein am Ende ist, versucht durch Gentechnik
Schöpfung zu spielen. Ein Spiel mit dem Feuer, an dem sich
die Menschheit die Finger verbrennen wird.
Schön zu wissen, dass Biobauern gemeinsam mit immer mehr kritischen
Verbrauchern an der Erhaltung der Schöpfung arbeiten, dass
sie sich für ökologisch erzeugte LEBENsmittel interessieren.
Ihre Bereitschaft, einen verantwortungsbewussten (Mehr)preis zu
zahlen, wird der Trend der Zukunft, der die „Geiz ist geil“
und „Schnäppchenjäger“-Mentalität ablösen
wird.
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